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Neuer Vorsitzender für DIT gesucht

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte am besten mit Fotos per Email an info@treppensicherheit.de an uns.

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2006-02-07

Immobilienbesitzer müssen auf veränderte Altersstrukturen reagieren

Öffentlich zugängliche Gebäude müssen künftig barrierefrei ausgestattet und nachgerüstet werden. Darauf weist das Deutsche Institut für Treppensicherheit (DIT), Augsburg, hin. Auch in Wohnhäusern zwingt die demographische Entwicklung zum Umdenken.

Der Trend zum Singlehaushalt und der steigende Altersdurchschnitt wird den Wohnungsmarkt besonders in den Großstädten tüchtig durcheinanderwirbeln, erläutert DIT-Geschäftsführerin Antje Ebner. Es werde künftig an preiswerten und vor allen Dingen an seniorengerechten Wohnungen mangeln. Gebraucht würden großzügig geschnittene barrierefreie bzw. barrierearme Wohnungen nach DIN 18025 Teil 2 – also nicht rollstuhlgerechte, sondern in der Vielzahl „seniorengerechte Wohnungen“, so Ebner. .

Durch die niedrige Geburtenrate und die höhere Lebenserwartung wächst der Anteil der älteren und damit der in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkten Menschen an der Bevölkerung. Zur Zeit sind etwa 23 Prozent der Deutschen über 65 Jahre. 2030 werden es rund 33 Prozent sein. Immobilienbesitzer sind laut Ebner gut beraten, wenn sie den Gebäudebestand soweit wie möglich altersgerecht nachrüsten. Das sichere den Werterhalt und die zukünftige Vermietbarkeit.

Besonders Treppen sind in diesem Zusammenhang bedeutend. Stürze und Treppenstürze sind im privaten Bereich eine der häufigsten Unfallursachen, die vor allen Dingen bei älteren Menschen zu ernsthaften Verletzungen führen. Nicht selten auch zum Tod. Von den vier Millionen Älteren, die pro Jahr in Deutschland stürzen, erleiden 100.000 einen Oberschenkelhalsbruch – oft der Beginn einer Pflegebedürftigkeit.

Handläufe machen Treppen sicherer
Schon ein paar einfache Maßnahmen helfen, die Treppenbenutzung für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen zu erleichtern. So sind zum Beispiel Setzstufen, das sind geschlossene Stufen, vorteilhaft. Nach Aussagen des DIT ist es sehr wichtig, auf beiden Seiten der Treppe griffsichere Handläufe anzubringen. Sie sollen gemäß der DIN 18025 für barrierefreies Bauen 30 Zentimeter waagerecht über die erste und letzte Stufe geführt werden. Der Nutzer braucht dann erst, wenn er wieder sicher auf festem Boden steht, seinen Halt aufgeben. Sowohl in der Mobilität als auch im Sehvermögen eingeschränkte Menschen gehen mit der Hand voraus. Ist ein Handlauf unterbrochen oder endet er zu früh, besteht die größte Unfallgefahr. Über 90 Prozent der Treppenstürze ereignen sich an der ersten bzw. an der letzten Stufe. Darüber hinaus sollen Farbleitsysteme und taktile Elemente Blinden und Sehbehinderten die Orientierung erleichtern. Dazu sollen die Wandhandläufe kontrastreich zur Wand nachgerüstet werden.

Nachrüstpflicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden
In öffentlich zugänglichen Gebäuden müssen lt. Länderbauordnungen nun alle Treppen mit beidseitigen Handläufen ausgestattet werden. Hier müssen die Eigentümer, soweit es wirtschaftlich zumutbar ist, bestehende Einrichtungen altersgerecht nachrüsten. Wirtschaftliche Gründe können zwar eventuell der Verbreiterung eines Flures auf die vom Gesetz gewünschten 1,50 Meter entgegenstehen, auch die Errichtung einer Rampe ist mancherorts problemvoll, aber um einen zweiten Handlauf wird der Hausbesitzer sich kaum herummogeln können. Unterlässt er es, drohen im Schadensfall Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen, so der Augsburger Rechtsanwalt Willi Reisser. Selbst in denkmalgeschützen Häusern gilt die Nachrüstungsverpflichtung, denn „Sicherheit geht vor Denkmalschutz“ so Willi Reisser vom DIT.

Ex-Minister musste Schmerzensgeld zahlen
So wurde der ehemalige bayerische Justiz-, Innen und Wirtschaftsminister August Lang kürzlich vom Weidender Landgericht zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro verurteilt. Eine schwangere Mieterin war auf der vierstufigen Treppe eines Wohnhauses des Politikers gestürzt und hatte Lang verklagt, weil die Treppe vor dem Haus nicht mit einem Handlauf gesichert war. Das Gericht warf Lang vor, die Verkehrssicherungspflicht verletzt zu haben. Lang muss gegenüber der Frau auch für eventuelle künftige Folgen des Unglücks haften.

Leicht zu montieren: flexible Handlaufsysteme
Einen Handlauf bekommt man beim Schreiner, Schlosser oder im Baumarkt. Anstelle der teuren handwerklichen Einzelanfertigung, werden auch kostengünstige, flexible Handlaufsysteme angeboten, die sich einfach und oftmals ohne vorheriges Aufmass montieren lassen. Im Interesse der rechtlichen Absicherung sollte der Kunde verlangen, dass der Handlauf griffsicher und DIN-gerecht ausgeschrieben und ausgeführt wird, konkret mit taktilen Kugelverbindungen, griffsicheren Handläufen und über die erste und letzte Stufe geführt. Bundesweit gibt es bereits Flexo-Handlauf-Shops, die sich auf die Nachrüstung von Handläufen im Gebäudebestand spezialisiert haben. Weitere Informationen bekommen Interessierte beim DIT direkt oder auf der Homepage www.treppensicherheit.de.


 

2006-02-06

"Sturz ist Haftungsthema Nummer eins im deutschen Pflegealltag"

so Prof. Dr. Großkopf. Der Dekan für Rechtswissenschaften des Fachbereichs Gesundheitswesen an der Katholischen Fachhochschule NRW in Köln veranschaulichte anhand von Praxisfällen die komplexe Thematik der zivilrechlichen Haftung. Die Dekubitus- und Sturzprophylaxe sei wie kein anderes Thema im Mittelpunkt von zivilrechlichen Klagen gerückt. "Vor allem das Theam Sturz ist Haftungsthema Nummer eins " so Prof. Großkopf. Die Klagen von Leistungsträgern und gut aufgeklärten Angehörigen nehmen stetig zu. Um nicht haftungsrechlich in Anspruch genommen zu werden sollen Einrichtungsvertreter verstärkt auf ein deutlicheres Problembewusstsein hinarbeiten. Auch müssen bestehen und neue Einrichtungen stets nach dem "Stand der Technik" errichtet und unterhalten werden, ergänzt dazu das Deutsche Institut für Treppensicherheit - denn durch verbesserte bauliche Maßnahme lassen sich eine Vielzahl von Stürzen vermeiden.
 

2006-01-19

Keine Nachrüstpflicht bei BLSV relevanten Sportanlagen?

Mit Schreiben vom 23.1.2006 teilte der GF des BLSV Herr Detlef Siewert uns mit, dass bei "BLSV relevanten Sportanlagen" keine Nachrüstpflicht in Bezug auf beidseitige Handläufe an Treppen bestehe. Wir teilen diese Auffassung nicht, zumal auch in Sportanlagen - egal ob als Besucher oder als Sportler - auch mit einer Anzahl von älteren oder behinderten Menschen zu rechnen ist. Das DIT sieht seine Aufgabe vor allem in der Vermeidung von Stürzen, und von Unfällen auf Treppen, letztlich auch in der Aufklärung von Institutionen und Behörden. Bei Schadensfällen und Rückfragen bitte nun einfach Kontakt mit dem BLSV aufnehmen, er wird Sie sicherlich auch über die Verkehrssicherungspflicht eines Vorstandes etc. informieren. www.blsv.de  siehe auch unter Bilder - Sportanlage eines Vereins.
 

2006-01-17

Gutachten zur Rutschsicherheit von Bodenbelägen

Der bekannte Augsburger RA Willi Reisser hat ein neues Gutachten zur Rutschsicherheit von Fließen und Bodenbelägen im Auftrag des DIT erstellt. Anzufordern gegen Auslagenerstattung von 10 Euro beim DIT. info@treppensicherheit.de


 

2006-01-10

BGH zu fehlendem Treppenhandlauf

Zur Verkehrssicherungspflicht für eine Treppe, die zu einer Fußgängerunterführung gehört hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Urteil vom 24. Januar 2002 (Az III ZR 103/01) festgestellt, dass die Kommune aus allgemeinen Gesichtspunkten der Verkehrssicherungspflicht je nach den Umständen des Einzelfalls verpflichtet ist, Handläufe an beiden Seiten der Treppen anzubringen. Dies gelte sogar dann, wenn eine unmittelbar baurechtliche Notwendigkeit nach der Landesbauordnung nicht bestehen sollte.

Dieses Urteil ist von größter Bedeutung für alle die Fälle, in denen sich die baurechtliche Pflicht, Handläufe an beiden Seiten der Treppe anzubringen, nur dann ergibt, wenn die Bauaufsichtsbehörde dies durch Bescheid anordnet. (Beurteilungsspielraum). Hier darf der Verantwortliche laut BGH nicht zuwarten, sondern muss aus Gründen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht selbst tätig werden. Mitteilung von RA Willi Reisser, Augsburg.


 

2005-12-12

Tödlicher Treppensturz in München-Neuaubing

Am 9.12. wurde ein 48 jähriger Schreiner von seiner Ehefrau und Tante leblos am Treppenabgang aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen ist der 48 - jährige beim Absteigen der Kellertreppe gestürzt, versuchte sich noch am Geländer festzuhalten, was ihm nicht mehr gelang, da er ein dort abgelegtes Handtuch ergriff und vornüber die Treppe hinabstürzte und vermutlich dadurch den tödlichen Genickbruch erlitt. Das DIT empfiehlt daher auch im Privathaus - wie im öffentlichen Bereich bereits gesetzlich vorgeschrieben - auf Treppen rutschsichere Beläge, ausreichende Beleuchtung und auf beiden Seiten der Treppe einen griffsicheren Handlauf.
 

2005-12-01

Handlauf als Orientierungs- und Leitsystem

In einem Altenheim wurden Treppenhandläufe und Wandhandläufe nach Auffassung des Deutschen Institutes für Treppensicherheit e.V. in vorbildlicher Art montiert. Verschiedene Materialien im Wechsel, taktile Elemente für Blinde und Sehbehinderte, Kugelelemente als sichere Eckverbindungen, konstrastreiche Farben und DIN gerechte Ausführungen machen diesen Handlauf zum "Stand der Technik und der Wissenschaft"!. Demenzkranke erhalten zusätzliche Sinnesreize. Infos dazu unter der Firma www.flexo-handlauf.de - Produkt FlexoLine
 

2005-11-30

Treppensturz im Urlaub - Schmerzensgeld

Schmerzensgeld in Höhe von 1000 Euro mußte ein Reiseveranstalter einer Kundin zahlen, die während ihres Urlaubs auf einer schadhaften Treppe stürzte und sich den Arm brach. Das Unternehmen wurde verurteilt, obwohl die Treppe nicht zum gebuchten Kurhotel gehörte, sondern öffentlicher Grund war. Da sie jedoch als Zugang zum hoteleigenen Kurpark diente, hätte der Reiseveranstalter auf die Schäden hinweisen müssen. Ein Reiseunternehmen sei verpflichtet, den baulichen Zustand seiner unter Vertrag genommenen Hotelanlagen regelmäßig zu kontrollieren und eventuelle Mängel den Kunden zu übermitteln.
 

2005-11-18

Neues Gutachten: Sicherheit geht vor Denkmalschutz!

Im Auftrage des Deutschen Institutes für Treppensicherheit wurde von der Augsburger Kanzlei Böld und Kollegen Herrn RA Willi Reisser ein Gutachten zum Thema "Denkmalschutz und Treppensicherheit" erstellt und kann beim DIT angefordert werden . Eine Kurzfassung des Gutachtens finden Sie hier.

Siehe dazu auch die Bildergalerie.


 

2005-11-16

Rheuma-Liga: Nicht Sitzenbleiben - sondern Treppensteigen

Die Deutsche Rheuam-Liga rät in Ihrer Zeitschrift "MOBIL": Sitzenbleiben um nicht hinzufallen ist nicht ratsam. Ohne Übung lassen Gleichgewichtsgefühl und Reaktionsfähigkeit schnell nach und die Muskeln erschlaffen. Daher Treppensteigen - aber bei ausreichender Beleuchtung, keine scharfen Kanten und auf Treppen beidseitig einen griffsicheren Handlauf. Weitere Infos unter www.rheuma-liga.de


 

2005-11-14

Herbstregen : Inhaber muß für Trittsicherheit sorgen

Wie der Anwalt-Suchservice mitteilte, rutschte ein Mann beim Besuch eines Einkaufszentrums bei strömenden Regen auf dem glitschigen Untergrund einer Holzdiele aus und brach sich den Knöchel. Der Kaufhausbesitzer weigerte sich zu zahlen, da das Wasser durch die starke Riffelung des Holzes gut ablaufen kann, und der Mann glatte Ledersohlen getragen hatte. Das OLG Düsseldorf verurteilte den Kaufhausbetreiber zu 4.000 Euro Schmerzensgeld. Ein Kaufhausbesitzer habe bei der Auswahl und der Unterhaltung seiner Fußböden stets auf die Trittsicherheit zu achten, so das Urteil. Die Tatsache, dass der Mann Schuhe mit glatten Ledersohlen getragen habe, spiele bei einem durchschnittlichen Regentag im innerstädtischen Bereich keine Rolle, so das Gericht. Ein Mitverschulden scheide demnach aus. (Az.: I-15 U 26/04)


 

2005-11-09

Achtung Hausbesitzer: Versicherung zahlt nicht!

Wie uns von den Versicherungsgesellschaften mitgeteilt wurde, zahlt im Schadensfalle - hier konkret Schmerzensgeld und Schadensersatz - durch Sturz auf der Treppe die Versicherung nichts. Es liegt daher im Interesse und zur eigenen Sicherheit die Treppen in einem verkehrssicheren Zustand zu errichten und zu erhalten, so die Empfehlung des DIT. Eine Vielzahl von Urteilen stellen fest, dass sich oftmals Besitzer und Pächter von öffentlich zugänglichen Gebäuden in erhebliche persönliche Risiken bringen, wenn sie den Verkehrsweg "Treppe" nicht im verkehrssicheren Zustand bringen, und damit oftmals zwar unbewusst, aber letztlich verantwortlich die Gefährdung von Menschen in Kauf nehmen.
 

2005-10-27

Nachleuchtende Handläufe - Neuheit auf der Messe A+A in Düsseldorf

Eine Messe -Neuheit - nachleuchtende Handläufe stellte die Firma Flexo-Handlauf-Systeme aus Augsburg auf der internationalen Messe A + A Arbeitsschutz und Arbeitssicherehit in Düsseldorf vor. Handläufe mit integrierten nachleuchtenden Streifen waren optisch und gestalterisch eine geniale Lösung , und sind vor allem unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit auf der Treppe eine enorme Verbesserung. Infos dazu unter www.flexo-handlauf.de


 

2005-10-18

Schadhafte Stufen im Treppenhaus - Nachrüstungspflicht

Schadhafte Treppenstufen im Hausflur,die eine Stolpergefahr bergen,muss der Vermieter nach Ansicht des Landgerichtes Berlin auch dann ausbessern, wenn der Mieter den Zustand der Treppe schon beim Einzug kannte. Das berichtet der Anwalt-Suchwervice Tel. 01805-254555. Ein Berliner hatte sich bei seinem Vermieter über den Zustand der Treppe beschwert und bat den Vermieter die Treppe auszubessern. Der weigerte sich und erklärte, der Mieter habe beim Einzug gewusst, dass die Treppe alt und abgenutzt war. Die Beseitigung eines Zustandes, den er von vorneherein kannte, könne er nicht verlangen. Der Streit ging vor Gericht. Grundsätzlich seien Vermieter dazu verpflichtet, Wohnung und Zugänge in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten. Dazu gehöre auch die Ausbesserung schadhafter Treppenstufen (aber auch Ergänzungen an Geländern, Handläufe etc.), die eine Stolpergefahr darstellen bzw. die Verkehrssicherungspflicht verletzen können. Im Ergebnis verurteilte das Landgericht den Vermieter dazu, die schadhafte Treppe nachzubessern. (Az.: 67 S 165/04)
 

2005-10-17

Stadt haftet für unbeleuchtete Sperrpfosten

Städte, die auf Radwegen Sperrpfosten aufstellen, um Kraftfahrzeuge fernzuhalten, müssen die Pfähle so gestalten, dass Radfahrer sie rechtzeitig wahrnehmen und Ihnen ausweichen können. Dies hat das OLG Rostock unter 1U 197/05  so entschieden. Pfähle auf einem unbeleuchteten Weg müssen sich nicht nur farblich vom Belag absetzen, sondern sind auch mit einer bei Dunkelheit reflektierenden Farbe zu streichen. Infos unter www.anwalt-suchservice.de


 

2005-09-13

Stifung Warentest: Geld nach Treppensturz

Stürzt ein Gast auf der Wirtshaustreppe, weil ein vorgeschriebener Handlauf fehlt, erhält er Schmerzensgeld. Bei zwei gebrochenen Handgelenken sind 1500 Euro angemessen, aus www.Stiftung-warentest.de
 

2005-09-12

Sturz auf baufälliger Treppe - kein voller Schadensersatz!

Mieter, die wissentlich eine baufällige Treppe benutzen und sich dabei verletzen, können keinen vollen Schadensersatz vom Hausvermieter beanspruchen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichs Potsdam hervor.(Az.: 11S190/03) Es treffe zwar zu, so die Richter, dass der Vermieter seine Pflichten verletzt habe, da er die Treppe nicht in einem verkehrssicheren Zustand hielt. Für dieses Verschulden müsse er auch haften. Die Mieterin trage aber eine Mitschuld, da die Gefahr durch die marode Treppe schon längere Zeit bekannt gewesen ist. Aus www.versicherungsnetz.de


 

2005-09-09

Richtlinie Absturzsicherungen in der Schweiz (Geländer, Brüstungen, Handläufe) Stand 09/05.

Die Richtlinie schreibt vor, dass Schutzelemente überall dort anzubringen sind, wo die Höhendifferenz am Rand einer begehbaren Fläche zur darunter liegenden Fläche mehr als 1,o m beträgt. Dazu gibt es Anforderungen an Geländer und Brüstungshöhen, Anforderungen an Kindersicherungen (u.a. SIA Norm 358,Ausgabe 1996). Handläufe sind anzubringen, bei mehr als 5 Tritten und mehr als einem 1 m Höhenunterschied und bei steilen Rampen. Bei Zugängen zu Anlagen mit Publikumsverkehr wie Hotels, Restaurants, Theater, Spitäler, Verkaufsläden, Sportanlagen, Verkehrsbauten und öffentliche Parkhäuser, sowie bei Fluchttreppen sind Handläufe schon ab mehr als 2 Tritten und beidseitig notwendig.


 

2005-09-06

Berufsgenossenschaften: an den Treppen Handlauf benutzen

Mit verstärkten Engagement haben die Berufsgenossenschaften nochmals zur Kampagne "Sicherer Auftritt-Stürze vermeiden" aufgerufen. So schreibt die Metall-BG, dass sich täglich mehr als 1000 Unfälle durch Stolpern, Rutschen und Stürze an Arbeitsplätzen ereignen, in einer Stunde mehr als 40 Unfälle, und jeder 5. Arbeitsunfall hat im Sturz die Ursache. Die neue Checkliste gibt folgende Vorgaben: 1. Sind an den Treppen die notwendigen Handläufe?  2. sind die Treppen frei von Hindernissen?   3. Treppenstufen rutschhemmend ausgeführt?  4. Treppen ausreichend beleuchtet?

Die BGN - Nahrungsmittel und Gaststätten schreibt: Kein Treppenwitz - "Gaststätten: Sturzunfälle auf Treppen immer noch Unfallschwerpunkt" und sieht die Ursache darin, dass der Handlauf nicht benutzt wird.

und die BG Chemie wirbt mit Reinhold Messner "gehen Sie sicher!" und empfiehlt keine Gegenstände auf der Treppe, einen Schritt nach dem anderen und stets den Handlauf benutzen und belegt, dass den Berufsgenossenschaften ca. 330 Millionen Euro zur Beseitigung der Unfallfolgen aufwenden, und der Wirtschaft durch Ausfallstunden Kosten in Milliardenhöhe entstehen. Erste Erfolge berichten bereits Unternehmen: so hatt die ABB durch Aufhängen von Plakaten "Dein Handlauf" die Unfälle im Treppenbereich durch die bewusste Benutzung der Handläufe erheblich verringert.


 

2005-09-05

Sturz auf dem Gehweg - Gemeinde haftet für hochstehende Platte

Städte haften für Stürze, wenn sich Fußgänger auf Gehsteigen durch vorstehende Platten verletzen. Dies hat das OLG Hamburg entschieden (Az 14 U 195/04). Wie der Anwalt-Suchservice uns mitteilte, war eine Frau auf einem anderthalb Meter breiten Bürgersteig zu Fall gekommen. Sie war über eine Bodenplatte gestolpert, die am rechten Gehwegrand drei Zentimeter in die Höhe stand. Sie verkagte die Stadt auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Diese, so meinte sie, habe ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt. Das OLG gab der Frau recht. Nach der überwiegenden Rechtssprechung liegt der "Grenzwert" bei etwa 2 cm. Dieser Wert sei mit 3 cm deutschlich überschritten gewesen. Die Stadt hätte die Gefahr erkennen und beseitigen müssen. Da sie dies versäumt hat, habe sie ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt und müsse dafür haften. Weitere Infos unter www.anwalt-suchservice.de
 

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