Große Studie zum Thema Treppensicherheit in München 2020



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Pressesprecherin des Deutschen Instituts für Treppensicherheit ab 01.08.2020

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik wenden Sie sich gerne per E-Mail direkt an mich.

thomaier@treppensicherheit.de

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2006-09-14

"Stand der Technik" bei Handläufen in Berlin

Als "Stand der Technik" bezeichnete Dipl. Ing. Siegfried Schmid, 1. Vorsitzender des DIT die Wandhandläufe in der Berliner Blindenschule anlässlich des Festaktes zum 200 jährigen Bestehen am 14. September 2006. Die angebrachten Wandhandläufe sind griffig, rund und gut zu umgreifen, kontrastreich zur Wand, am Treppenanfang und Treppenende mit taktilen Kugelelementen versehen, sowie - hier speziell für Blinde auch mit Kalt-Warm-Kontrasten ausgestattet. Natürlich werden die Handläufe über die erste und letzte Stufen geführt, sowie die DIN vorschreibt auf den Podesten als durchgehender Handlauf ausgebildet. Fotos unter www.flexoline.de - und hier unter Blindenheim

Weitere Informationen finden Sie hier:


 

2006-06-09

Handläufe nach DIN

Da öftes die Anfrage kommt, wie Handläufe nach DIN 18024/25 oder der neuen DIN 18030 auszuführen sind, wollen wir dies in einigen Beispielen darstellen:

Griffsichere Handläufe

Durchgehend ausgeführte Handläufe

Kontrastreich zur Wand

30 cm über die erste und letzte Stufe geführt

Hilfen für Blinde und Sehbehinderte

 

Den Entwurf der neuen DIN 18030 in Bezug auf Treppen, Rampen und Handläufe finden Sie unter Gutachten.


 

2006-06-08

Sturz im Pflegeheim - Schmerzensgeldanspruch des Ehepartners aus übergangenem Recht nach Sturz mit Todesfolge

Kommt eine Patientin eines Altenpflegeheimes, die aufgrund verschiedener Erkrankungen ein "fast maximales Sturzrisiko" aufweist, am Ende der Mobilisierungsmaßnahme in ihrem Zimmer in Gegenwart einer Pflegerin zu Fall, hat die Pflegerin auch dann den Sturz fahrlässig verursacht, wenn sie die Patientin nur für einen "kurzen Moment aus den Augen gelassen" hat. Der Geschädigte trägt zwar die volle Beweislast für den deliktischen Anspruch, aufgrund des bestehenden privatrechtlichen Vertrages zur Unterbringung im Pflegeheim richtet sich ein geltend gemachter Schadensersatzansprcuh jedoch nach den Grundsätzen der positiven Vertragsverletzung, so dass insoweit nach § 282 BGB a. F. von einer Umkehr der Beweisslast auch hinsichtlich des objektiven Pflichtverstoßes auszugehen ist. 

Weitere Informationen finden Sie hier:


 

2006-06-07

Verkehrssicherungspflicht: Höhenunterschiede bei Stufen

Die Gestaltung eines innerstädtischen Marktplatzes mit einer dunkel farbigen Stufenanlage kann verkehrswidrig sein, wenn an Markttagen wegen der Verkaufsstände und der damit verbundenen Ablenkung der Besucher die Höhenunterschiede der Stufe(n) gegenüber der Umgebung leicht übersehen kann, so dass es zu einer erheblichen Stolpergefahr kommt. GG Art. 34, BGB § 829, BGB § 253 gem. Urteil OLG Hamm, vom 13.1.06 Az 9 U 143/05

Weitere Informationen finden Sie hier:


 

2006-05-31

Staatliche Förderung für Handläufe an Treppen

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern fördert das barrierefreie Bauen beim Umbau von Bestandswohnungen, bei der Schaffung von altengerechten Miet- und Genossenschaftswohnungen im Bestand sowie die Wohnraumanpassung für Behinderte und ältere Menschen mit zinsvergünstigten Darlehen oder Aufwendungszuschüssen. Fördersumme max. 12.000 Euro je Wohneinheit. Die Maßnahmen müssen gem. DIN 18025 ausgeführt werden, diese schreibt u.a. vor, dass Treppen auf beiden Seiten griffsichere Handläufe haben müssen, welche über die erste und letzte Stufen geführt werden sollen. Dazu sollen taktile Elemente die Orientierung erleichtern.
 

2006-05-23

Jede Woche ein Toter durch Treppensturz

Wien: Treppensteigen gehört für die meisten Menschen zum alltäglichen Leben. Gerade deshalb wird die Sturzgefahr häufig unterschätzt. Laut Unfallstatistik der KfV verletzen sich dabei in Österrreich 43.600 Menschen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Durchschnitt stirbt in Österreich jede Woche ein Senior in Folge des Treppensturzes. Gefahrenzone Nummer sein sind die Stiegenhäuser, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Bauliche Mängel als Unfallursache Nummer eins.

50 % aller Treppenstürze enden für Senioren mit Knochenbrüchen - vom "Klassiker" Oberschenkelhalsbruch über das Handgelenk bis zum Beckenbruch. Haupftunfallursachen sind bauliche Mängel so Dr. Rupert Kisser, das KfV empfiehlt daher, auf folgende Top Drei in punkto Sicherheit im Stiegenhaus zu achten:

Beleuchtung: Auch auf gewohnten Wegen das Licht einschalten. Darauf achten, ob das Stiegenhaus gut ausgeleuchtet ist.

Geländer und Handläufe: Auf Treppen mit mehr als 4 Stufen sind Handläufe vorgeschrieben. Wichtig sind durchgehende Handläufe auf beiden Seiten. Grundsätzlich gilt: auf Treppen immer den Handlauf benutzen.

Stufen und Podeste: Rutschfeste Oberfläche sowie Farb - oder Leuchtstreifen an den Kanten erhöhen die Sicherheit.

Die Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahmen wird schwierig, wenn es sich nicht um die eigenen vier Wände, sonder um ein Mehrfamilienhaus oder gemietetes Haus mit mangelhaften Stiegenhaus handelt. Jedem Vermieter muss klar sein, dass ihm im Falle eines Sturzes eine Klage droht, wenn er sich nicht um die Sicherheit seiner Treppenhäuser kümmert. "Deshalb appellieren wir an alle Hauseigentümer und Vermieter, ihre Stiegenhäuser technisch sicher zu gestalten. Sie retten damit Menschenleben" erklärt Kisser 



Weitere Informationen finden Sie hier:
 

2006-04-08

Eigentümer stets und umfassend verantwortlich

In einem Antwortschreiben an die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Kramme vom 27.1.06 hat Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein auf die "klar bestehende Verkehrssicherungspflicht der Gebäudeeigentümer, die zu zivil- und strafrechtlichen Folgen führen kann" hingewiesen. Beckstein verwies in dem Zusammenhang darauf, dass nach der Errichtung eines Gebäudes die Verantwortung für die Sicherheit seit jeher beim Eigentümer des Gebäude liege. Er habe gem. Art. 3 Abs. 1 der Bay. Bauordnung für eine ordnungsgemäße Instandhaltung zu sorgen. Die Bauaufsichtsbehörden können, so Beckstein, bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte einschreiten. Und auch die Begehung von Versammlungsstätten betreffen in der Regel nur die Brandschutzaspekte.
 

2006-03-23

Haftungsrecht - Sturz im Altersheim

Allein der Umstand, dass Bewohner im Bereich ihres Alten- oder Pflegeheimes stürzen und sich dabei verletzen, lässt nicht sofort auf ein schuldhaftes Versagen des Pflegepersonals schliessen. Wie der Anwalt- Such-Sevice uns berichtet, war eine körperlich und geistig stark behinderte alte Dame in einem Pflegeheim gestürzt und hatte sich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Die Versicherung der Dame forderte den Träger des Pflegeheimes auf, ihr die Behandlungskosten zu erstatten. Schließlich habe das Pflegepersonal die Versicherte nicht lückenlos überwacht. Das OLG Frankfurt a.M. wies die Zahlungsklage ab (Urt. vom 19.1.2006 - 1 U 102/04). Zwar sei der Träger eines Alten-und Pflegeheimes dazu verpflichtet, die Bewohner vor vermeidbaren Verletzungen zu schützen, so das Gericht. Doch dürfe den Verantwortlichen nichts organisatorisch und wirtschaftlich Unmögliches zugemutet werden, wie etwa eine individuelle Betreuung rund um die Uhr. Außerdem, so die Richter, habe auch ein geistig und körperlich stark verfallener alter Mensch das Recht, einen Rest an Eigenständigkeit und Freiheit zu erleben.
 

2006-03-21

Spielplatz für alle - Haltegriffe und Geländer

Aus dem techn. Informationsblatt für die Gestaltung von Spielplätzen werden bei Haltegriffen und Geländern Unterscheidungen auch im Durchmesser empfohlen: "Empfohlener Durchmesser des Griffes: Kinder 2,5 cm, Erwachsene 3,5 - 4, 5 cm. Die Handlaufhöhe soll entsprechend dern Kindergartenvorschriften angebracht werden, bei Erwachsenen liegt die Höhe bei 85 cm. Weitere Infos unter www.nullbarriere.de
 

2006-03-20

1013 tödliche Treppenstürze im Jahr 2004

Dies teilte uns das statistische Bundesamt mit. Die meisten Unfälle ereignen sich im häuslichen Bereich, betroffen sind vor allem ältere Menschen ab dem 60 Lebensjahr. Weitere Infos unter www.destatis.de
 

2006-03-20

Museum rüstet Treppenanlage nach

Das Museum Walter, Galerie Noah im Augsburger Glaspalast hat die Besuchertreppen des mehrgeschossigen Gebäudes nun mit einem zweiten Handlauf gem. Art. 51 Bay. BO nachgerüstet. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine ehemalige Textilfabrik, ein Industriedenkmal, in welchem die Sammlung Walter über 1000 Werke zeitgenösischer Kunst zeigt. Das DIT hatte mehrfach die Nachrüstung aus Sicherheitsgründen angeregt.
 

2006-03-01

VdK Zeitung: "Wenn Treppen zu Stolperfallen werden"

In der März-Ausgabe des VdK Deutschland ist ein Bericht über "Sicherheit an Treppen" veröffentlicht, mit der Aussage, dass für gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung auf beiden Seiten der Treppe griffsichere Handläufe anzubringen sind. Es wurde hierbei auf DIN geprüfte Handlaufsysteme hingewiesen, welche dank einer patentierten Gelenklösung auch problemlos um Ecken und Kanten geführt werden. Handläufe müssen griffsicher, gut umfassbar und stabil sein. "Lohnende Investition: ein grifsicherer Handlauf an der Breitseite von Stufen gibt Menschen mehr Sicherheit" so die Bildunterschrift.

Um die Anfragen an unser Institut einzudämmen, oder gar dort Prospekte über Handläufe anzufordern geben wir Ihnen bekannte Anschriften bekannt, welche griffsichere und DIN geprüfte Handläufe führen:

flexofit - Handläufe erhalten Sie in gut sortierten Sanitäts- oder Rehahäusern, bei der Firma Russka, oder in Flexo-Handlauf-Shops. Infos auch unter www.flexofit.de

FlexoForte - Handläufe gibt es beim Schreiner/Tischler/Schlosser oder direkt zur Selbstmontage bei info@FlexoForte.de. Dort können Sieauch Preise und Unterlagen anfordern. Infos unter www.FlexoForte.de


 

2006-02-25

Kein Schadenersatz/Schmerzensgeld durch nasses Laub

Wie der Anwalt-Suchservice uns mitteilte, müssen sich Fußgänger darauf einstellen, dass Gehwege im Bereich von Laubbäumen durch herabfallende Blätter und Regenwasser stets eine gewisse Rutschgefahr aufweisen. Das hat das Landgericht Berlin so entschieden (Urt. vom 11.10.05 - 9 U 134/04). Zwar müsse auf öffentlichen Straße und Gehwegen Glätte bekämpft und herabgefallenes Laub beseitigt werden. Aber eine Verkehrssicherungspflicht,die jeden Unfall ausschließe, sei aber nicht erreichbar. Deshalb, so die Richter, seien nur diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nachdensicherheitserwartungen des Verkehrs im Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren geeignet seien, Gefahren möglichst abzuwenden.
 

2006-02-24

Treppensturz - und Keiner zahlt? Der Staatsanwalt ermittelt

Es kommt bei der Treppe zum Personenschaden in Ihrer Firma -Sturz- ormalerweise geht man zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass für Ihre Firma eine Haftpflichtversicherung oder zumindest die Absicherung über die Berufsgenossenschaften besteht und eine davon den entstandenen Personenschaden zu Ihrer und der Zufriedenheit des Geschädigten erledigen wird. Meist kommt es diesbezüglich zu einem zivilrechtlichen Verfahren, in welchem die Höhe des Schmerzensgeldes festgelegt wird. Weiter angenommen, der ermittelnde Staatsanwalt, dieser wird bei Personenschäden, aufgrund des "öffentlichen Interesses" automatisch gegen Sie ermitteln, kommt zu der Meinung, dass der Personenschaden aufgrund grob fahrlässiger oder gar vorsätzlicher Handlung/Unterlassung durch Sie eingetreten ist - was geschieht dann? In diesem Fall wird zunächst einmal weder die Haftpflichtversicherung noch die BG einen Schaden für Sie begleichen, sondern lehnt die weitere Bearbeitung des Schadens und eine Leistung bis zur Feststellung der Ursachen ab. Sollten SIE (Beweisumkehr) nun nicht in der Lage sein zu beweisen, dass der Unfall, wenn dieser schon zu Ihren Lasten gehen soll, "nur" aus einer "Fahrlässigkeit" heraus entstanden sein kann, so haften Sie mit Ihrem kompletten Privatvermögen für diesen Schaden.

So die Auskunft einer Versicherungsgesellschaft zum Thema "Fehlende beidseitige Handläufe in öffentlich zugänglichen Gebäuden"


 

2006-02-22

Sportversicherung zahlt 39.000 Euro Kosten für Sturz

Nach dem Zivilrecht hat jeder, der für eine Gefahrenquelle verantwortlich ist, die notwendigen Vorkehrungen zum Schutze Dritter zu treffen. Diese "Verkehrssicherungspflicht" betrifft bei privaten und öffentlichen Wegen meist den Eigentümer - in diesem Fall einen Sportverein, den die Gemeinde zuvor die öffentliche Räum- und Streupflicht übertragen hatte. So musste die ARAG Versicherung nach einem Sturz als Haftpflichtversicherer Kosten in Höhe von insgesamt 39.000 Euro übernehmen. Damit waren abgegolten die Kosten für den Erwerbsschaden und das Schmerzensgeld des Verunfallten, sowie die Regress-Ansprüche des Krankenversicherers und des Arbeitgebers der Geschädigten. Weitere Infos unter www.arag-sport.de


 

2006-02-12

1. Treppenfachkongress - Treppensicherheit am 9. März in Fürth

Zum 1. Treppenfachkongress lädt die Treppenmeister-Partnergemeinschaft am 9. März nach Fürh ein. Alamierend hohe Zahlen an tödlichen Unfällen auf Treppen zeigt die jährliche Unfallstatistik. Jährlich 1000 Todesstürze auf Treppen - muss das sein? Welche Verantwortung tragen Architekten und Bauträger bei der Auswahl einer Treppe? Hat eine Treppe ohne Zulassung einen Sachmangel? Mittels namhafter und kompetenter Referenten werden Interssierte aus der Bauwirtschaft, Architekten und Sachverständige miteinander diskutieren. Infos unter www.treppenmeister.com.


 

2006-02-10

VDI - Mit Kontrollen auf der sicheren Seite

Gebäudesicherheit steht nach Dacheinstürzen in den vergangenen Wochen ganz oben auf der Tagesordnung. Veranwortlich für Gebäude und Anlagen sind Eigentümer, Mieter oder Betreiber. Verletzen sie ihre Verkehrssicherungspflicht, haften sie für Schäden, die fremde Personen an Leib, Leben, Eigentum oder sonstigen Rechten erleiden.

Dabei ist es egal, ob die Gefahr von einem vereisten Gehweg, einer ungesicherten Baustelle, einer mangelhaften Treppe (z.B fehlende beidseitige und griffsichere Handläufe, kein rutschsicherer Belag, falsche Geländer und Brüstungshöhen etc) oder einem beschädigten Dach ausgeht. Der Kreis der Verantwortlichen bei öffentlichen Gebäuden reicht von der Kommune als Eigentümerin über die Mieter bis hin zum jeweiligen Betreiber.

Weitere Infos dazu - auch über konkrete Hinweise auf die Gefährung, Kontrollpflicht etc. unter VDI-Technik und Gesellschaft


 

2006-02-07

Immobilienbesitzer müssen auf veränderte Altersstrukturen reagieren

Öffentlich zugängliche Gebäude müssen künftig barrierefrei ausgestattet und nachgerüstet werden. Darauf weist das Deutsche Institut für Treppensicherheit (DIT), Augsburg, hin. Auch in Wohnhäusern zwingt die demographische Entwicklung zum Umdenken.

Der Trend zum Singlehaushalt und der steigende Altersdurchschnitt wird den Wohnungsmarkt besonders in den Großstädten tüchtig durcheinanderwirbeln, erläutert DIT-Geschäftsführerin Antje Ebner. Es werde künftig an preiswerten und vor allen Dingen an seniorengerechten Wohnungen mangeln. Gebraucht würden großzügig geschnittene barrierefreie bzw. barrierearme Wohnungen nach DIN 18025 Teil 2 – also nicht rollstuhlgerechte, sondern in der Vielzahl „seniorengerechte Wohnungen“, so Ebner. .

Durch die niedrige Geburtenrate und die höhere Lebenserwartung wächst der Anteil der älteren und damit der in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkten Menschen an der Bevölkerung. Zur Zeit sind etwa 23 Prozent der Deutschen über 65 Jahre. 2030 werden es rund 33 Prozent sein. Immobilienbesitzer sind laut Ebner gut beraten, wenn sie den Gebäudebestand soweit wie möglich altersgerecht nachrüsten. Das sichere den Werterhalt und die zukünftige Vermietbarkeit.

Besonders Treppen sind in diesem Zusammenhang bedeutend. Stürze und Treppenstürze sind im privaten Bereich eine der häufigsten Unfallursachen, die vor allen Dingen bei älteren Menschen zu ernsthaften Verletzungen führen. Nicht selten auch zum Tod. Von den vier Millionen Älteren, die pro Jahr in Deutschland stürzen, erleiden 100.000 einen Oberschenkelhalsbruch – oft der Beginn einer Pflegebedürftigkeit.

Handläufe machen Treppen sicherer
Schon ein paar einfache Maßnahmen helfen, die Treppenbenutzung für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen zu erleichtern. So sind zum Beispiel Setzstufen, das sind geschlossene Stufen, vorteilhaft. Nach Aussagen des DIT ist es sehr wichtig, auf beiden Seiten der Treppe griffsichere Handläufe anzubringen. Sie sollen gemäß der DIN 18025 für barrierefreies Bauen 30 Zentimeter waagerecht über die erste und letzte Stufe geführt werden. Der Nutzer braucht dann erst, wenn er wieder sicher auf festem Boden steht, seinen Halt aufgeben. Sowohl in der Mobilität als auch im Sehvermögen eingeschränkte Menschen gehen mit der Hand voraus. Ist ein Handlauf unterbrochen oder endet er zu früh, besteht die größte Unfallgefahr. Über 90 Prozent der Treppenstürze ereignen sich an der ersten bzw. an der letzten Stufe. Darüber hinaus sollen Farbleitsysteme und taktile Elemente Blinden und Sehbehinderten die Orientierung erleichtern. Dazu sollen die Wandhandläufe kontrastreich zur Wand nachgerüstet werden.

Nachrüstpflicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden
In öffentlich zugänglichen Gebäuden müssen lt. Länderbauordnungen nun alle Treppen mit beidseitigen Handläufen ausgestattet werden. Hier müssen die Eigentümer, soweit es wirtschaftlich zumutbar ist, bestehende Einrichtungen altersgerecht nachrüsten. Wirtschaftliche Gründe können zwar eventuell der Verbreiterung eines Flures auf die vom Gesetz gewünschten 1,50 Meter entgegenstehen, auch die Errichtung einer Rampe ist mancherorts problemvoll, aber um einen zweiten Handlauf wird der Hausbesitzer sich kaum herummogeln können. Unterlässt er es, drohen im Schadensfall Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen, so der Augsburger Rechtsanwalt Willi Reisser. Selbst in denkmalgeschützen Häusern gilt die Nachrüstungsverpflichtung, denn „Sicherheit geht vor Denkmalschutz“ so Willi Reisser vom DIT.

Ex-Minister musste Schmerzensgeld zahlen
So wurde der ehemalige bayerische Justiz-, Innen und Wirtschaftsminister August Lang kürzlich vom Weidender Landgericht zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro verurteilt. Eine schwangere Mieterin war auf der vierstufigen Treppe eines Wohnhauses des Politikers gestürzt und hatte Lang verklagt, weil die Treppe vor dem Haus nicht mit einem Handlauf gesichert war. Das Gericht warf Lang vor, die Verkehrssicherungspflicht verletzt zu haben. Lang muss gegenüber der Frau auch für eventuelle künftige Folgen des Unglücks haften.

Leicht zu montieren: flexible Handlaufsysteme
Einen Handlauf bekommt man beim Schreiner, Schlosser oder im Baumarkt. Anstelle der teuren handwerklichen Einzelanfertigung, werden auch kostengünstige, flexible Handlaufsysteme angeboten, die sich einfach und oftmals ohne vorheriges Aufmass montieren lassen. Im Interesse der rechtlichen Absicherung sollte der Kunde verlangen, dass der Handlauf griffsicher und DIN-gerecht ausgeschrieben und ausgeführt wird, konkret mit taktilen Kugelverbindungen, griffsicheren Handläufen und über die erste und letzte Stufe geführt. Bundesweit gibt es bereits Flexo-Handlauf-Shops, die sich auf die Nachrüstung von Handläufen im Gebäudebestand spezialisiert haben. Weitere Informationen bekommen Interessierte beim DIT direkt oder auf der Homepage www.treppensicherheit.de.


 

2006-02-06

"Sturz ist Haftungsthema Nummer eins im deutschen Pflegealltag"

so Prof. Dr. Großkopf. Der Dekan für Rechtswissenschaften des Fachbereichs Gesundheitswesen an der Katholischen Fachhochschule NRW in Köln veranschaulichte anhand von Praxisfällen die komplexe Thematik der zivilrechlichen Haftung. Die Dekubitus- und Sturzprophylaxe sei wie kein anderes Thema im Mittelpunkt von zivilrechlichen Klagen gerückt. "Vor allem das Theam Sturz ist Haftungsthema Nummer eins " so Prof. Großkopf. Die Klagen von Leistungsträgern und gut aufgeklärten Angehörigen nehmen stetig zu. Um nicht haftungsrechlich in Anspruch genommen zu werden sollen Einrichtungsvertreter verstärkt auf ein deutlicheres Problembewusstsein hinarbeiten. Auch müssen bestehen und neue Einrichtungen stets nach dem "Stand der Technik" errichtet und unterhalten werden, ergänzt dazu das Deutsche Institut für Treppensicherheit - denn durch verbesserte bauliche Maßnahme lassen sich eine Vielzahl von Stürzen vermeiden.
 

2006-01-19

Keine Nachrüstpflicht bei BLSV relevanten Sportanlagen?

Mit Schreiben vom 23.1.2006 teilte der GF des BLSV Herr Detlef Siewert uns mit, dass bei "BLSV relevanten Sportanlagen" keine Nachrüstpflicht in Bezug auf beidseitige Handläufe an Treppen bestehe. Wir teilen diese Auffassung nicht, zumal auch in Sportanlagen - egal ob als Besucher oder als Sportler - auch mit einer Anzahl von älteren oder behinderten Menschen zu rechnen ist. Das DIT sieht seine Aufgabe vor allem in der Vermeidung von Stürzen, und von Unfällen auf Treppen, letztlich auch in der Aufklärung von Institutionen und Behörden. Bei Schadensfällen und Rückfragen bitte nun einfach Kontakt mit dem BLSV aufnehmen, er wird Sie sicherlich auch über die Verkehrssicherungspflicht eines Vorstandes etc. informieren. www.blsv.de  siehe auch unter Bilder - Sportanlage eines Vereins.
 

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